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03. bis 07.09.2014, 5- tägige Vereinslehrfahrt nach Südtirol

 

Wo einst Kaiserin Sissi wandelte

Obst- und Gartenbauer erkunden Meran und die Dolomiten - Besuch bei "Ötzi"

Kemnath. (jzk) Die nördlichste Provinz Italiens hatte der Obst- und Gartenbauverein (OGV) für seine Landschafts- und Kulturreise als Ziel ausgewählt. 45 Gartenfreunde nahmen an der Fünftagefahrt in das Wein- und Apfel-Paradies Südtirol teil. Im Hotel Belvedere in der Nähe von Mezzolombardo machten die Gartler Station.

Vor dem Besuch im Botanischen Garten in Meran versammelten sich die Gartenfreunde vor dem Schloss Trauttmansdorff zu einem Erinnerungsfoto. Bild: jzk

Vorbei an beschaulichen Dörfern und Apfelplantagen ging es am ersten Ausflugstag durch das Nonstal und über den Gampenpass in die Kurstadt Meran, die zweitgrößte Stadt Südtirols. Dort wanderten die Ausflügler mit ihrem Reiseführer Piero zur Therme und besichtigten den Dom St. Nikolaus. Die Stadtrundfahrt endete am Schloss Trauttmansdorff. Bekannt geworden ist diese imposante Anlage vor allem durch den Kuraufenthalt der österreichischen Kaiserin Sissi. Heute beherbergt es das Landesmuseum für Tourismusgeschichte (Toureseum).

 

Welt in einem Garten

Über den Sissi-Weg ging es in den großen Botanischen Garten, der zu Recht die Bezeichnung "Die Welt in einem Garten" trägt. Die einzigartige Verbindung von Kunst und Natur machte den Besuch dieser einmaligen Gartenanlage zu einem einzigartigen Sinneserlebnis.

Am nächsten Tag bewunderten die Ausflügler die einzigartige Berglandschaft der Dolomiten, die seit 2009 zum Unesco-Weltnaturerbe gehören. Vorbei an schroffen Steilwänden und majestätischen Gipfeln ging es über serpentinenreiche Bergpässe nach St. Ulrich. Wer Lust hatte, konnte mit einer Gondel auf die Seiseralm fahren und von dort den grandiosen Ausblick genießen. Nach der Rückkehr wurde im Hotel ein typisches Südtiroler Abendessen serviert.

Im Südtiroler Archäologiemuseum in Bozen nahm "Ötzi", der Mann aus dem Eis, eine zentrale Stellung im Ausstellungsbereich ein. Diese 1991 von einem deutschen Ehepaar zufällig entdeckte 5400 Jahre alte Mumie mit vollständiger Kleidung und Ausrüstung, vermittelt einen unvergleichlichen Anblick eines kupferzeitlichen Mannes, der im Hochgebirge mit einem Speer ermordet wurde.

Blick in die Kühlzelle

Die verschiedenen Aspekte, wie etwa die Entdeckung, Bergung, Nachuntersuchung oder medizinische Forschungen illustrieren Schautafeln und Videoprojektionen. Durch eine Wandöffnung warfen die Museumsbesucher einen Blick in die Kühlzelle, in der die Mumie, auf einer Präzisionswaage liegend, bei minus sechs Grad und 98 Prozent Luftfeuchtigkeit konserviert wird.

In der Mittagspause hatten alle genügend Zeit, um zu bummeln und auf dem Markt einzukaufen. Die anschließende Stadtführung endete am Mariendom. Bei der Besichtigung der Weinkellerei Josef Brigl in Eppan und der Weinprobe überzeugten sich die Oberpfälzer von der hohen Qualität der Südtiroler Tropfen.

 

Eingebettet in die malerische Landschaft lag der Kalterer See, der zu einem kurzen Stopp einlud.

Am Sonntag brachte Busfahrer Robert Müller die Gartenfreunde wieder wohlbehalten nach Kemnath zurück. Sie dankten OGV-Vorsitzendem Josef Häckl und Reiseleiterin Mariele Schönberger für die tolle Organisation der Fahrt. In Kürze treffen sich alle Teilnehmer in der OGV-Hütte zu einem Nachtreffen mit Fotopräsentation.