Volles Haus bei der Herbstversammlung des OGV Kemnath

Kastl/Kemnath (rpp): Der OGV Kemnath lud zu seiner traditionellen Herbstversammlung in das herbstlich geschmückte Schützenhaus der Sportschützen Einigkeit Hubertus nach Kastl ein.

Vorsitzender Josef Häckl begrüßte die Mitglieder und alle Interessierten am Thema Rosen.
Er gab einen kurzen Überblick über die Aktivitäten im sich neigendem Jahr und lud die Anwesenden ein, das neu gestaltete Vereinsgelände in Kemnath, neben dem Bauhof, zu besuchen. Er nützte auch gleich die Gelegenheit, für das herbstliche Aufräumen am folgenden Samstag zu werben und lud zur Adventfeier ein, die am 12. Dezember in der Imbissgaststätte „Beim Schinner“ in Kemnath stattfinden wird.

 

Dann stellte er Franz Wänninger aus Altenstadt vor, der seit 1975 erfolgreich Rosen züchtet und schon zahlreiche Auszeichnungen für seine „Rosenkinder“ erhalten hat. Sein umfangreiches Wissen zur Pflege der Rosen stellte er kürzlich auch im bayerischen Fernsehen zur Verfügung, wodurch der Kontakt zum OGV seinen Anfang nahm.

 
Der Rosenzüchter Franz Wänninger referierte beim OGV-Kemnath über Rosen und deren Pflege.

Mit dem Thema „Rosenpflege im Jahreskreis“ wurde wohl genau das richtige Thema ausgewählt, denn es kamen so viele Gäste, dass die vorbereiteten Plätze ergänzt werden mussten.

 

Franz Wänninger berichtete über die richtige Bodenbeschaffenheit, das Wichtige beim Pflanzen der Rosen und die verschiedenen Düngungsmöglichkeiten. Er ermutigte seine Zuhörer, alle fünf Jahre den Boden auf seine Inhaltsstoffe untersuchen zu lassen. Er warnte davor zu viel Dünger und nach dem Monat Juni noch Langzeitdünger zu verwenden, denn mastige Rosen werden anfällig für Krankheiten. Rosenerde zu kaufen, sei nicht nötig. Rindenmulch mache den Boden zu sauer.

Rosen sind Tiefwurzler, deshalb brauchen nur frisch gepflanzte Rosen im Sommer regelmäßig, bzw. täglich gegossen zu werden. Rosen, die schon länger stehen, schaffen es auch vier Wochen ohne Regen und Gießen. Gegossen wird immer nur auf den Boden, um Pilzkrankheiten der Blätter vorzubeugen.

Eindrucksvoll stellte er den Unterschied zwischen Herbst- und Frühjahrpflanzung und den passenden Zeitpunkt zum Rückschnitt der Rosen dar. Dass es da bei jeder Rosenart einen anderen Zeitpunkt zu berücksichtigen gibt, war vielen Rosenliebhabern noch nicht bekannt. Wichtig ist es, die Rose so auszuschneiden, dass viel Luft durch die Blätter streichen kann, so trocknen sie schneller und man zögert den Pilzbefall hinaus.

Der richtige Winterschutz lag ihm besonders am Herzen. Denn Anhäufeln alleine genüge nicht über die klassischen Wintermonate. Das Anhäufeln als Sonnenschutz im Januar und Februar sei oft überlebenswichtig für die Rose. Denn sonst reagiert sie auf die Sonne, bekommt aber von den Wurzeln im noch gefrorenen Boden kein Wasser und keine Nahrung. Die Äste platzen auf und vertrocknen.
Topfrosen muss man gut einpacken, dann überstehen sie den Winter auch im Freien. Günstig wirkt es sich aus, wenn man sie auch noch auf eine Styroporplatte stellt. Wichtig ist aber, dass sie im Schatten stehen, denn sonst vertrocknen sie leicht.

Ein wichtiges Thema war der Pflanzenschutz. Da hilft es nur, die Rosen regelmäßig in kurzen Abständen zu untersuchen und zu beobachten. Nur selten helfen Hausmittel und Rückschnitt. Herr Wänninger ermutigte die Gäste zu schnellen Entscheidungen, bevor sich eine Pilzkrankheit oder Schädlinge ausbreiten. Wichtig sei aber das richtige Spritzmittel, denn sonst überleben Pilz oder Saugende Insekten.

Zur Vorbeugung kann man aber doch etwas tun. Man spritzt ab der Knospenbildung ein Stärkungsmittel aus Weißöl oder Rapsöl, Kupfer und Pril im Verhältnis 1 Liter Wasser, 100 ml Öl und 1 Spritzer Pril. Kupfer sollte man nur auf den Boden geben und wenn die Blätter noch nicht ausgetrieben sind!

 

Anschließend nahm Herr Wänninger seine Gäste mit auf eine Reise durch verschiedene Rosengärten. Die anwesenden Hobbygärtner konnten so eindrucksvolle Arrangements mit anderen Stauden kennenlernen.

Zum Schluss stellte der Referent seine Rosenzüchtungen vor, die im Publikum immer wieder Anerkennung und Bewunderung auslösten. Wer sich diese Rosenträume noch einmal ansehen möchte, findet sie auf der Homepage von Franz Wänninger unter

www.rosen-zum-traeumen.de

 

Dort kann man auch zahlreiche Tipps rund um den Rosengarten nachlesen.

Im Anschluss an den umfangreichen Vortrag beantwortete Franz Wänninger noch zahlreiche Fragen zu persönlichen Rosenproblemen der Gartler. Sein umfangreiches Wissen muss man einfach bewundern! Es gab keine Frage ohne Tipp von ihm.

Die Gartler freuen sich schon auf einen Besuch in seinem Rosengarten und auf weitere neue Rosenzüchtungen von ihm.

Zusammen mit den zahlreichen Gästen applaudiert OGV-Vorstand Josef Häckl und bedankt sich bei Franz Wänninger für den gelungenen und informativen Vortrag.